Allgemeines
Die Möglichkeiten, Verpackungen digital zu bedrucken, haben haben bisher einen sehr geringen Marktanteil, da die Geschwindigkeiten zu niedrig, die Formate zu klein und die Kosten für die Verbrauchsmaterialien zu hoch sind. Aber es ist absehbar, dass Lösungen entwickelt werden, um diese Nachteile zu beseitigen.

Zur Zeit sind Systeme mit Flüssigtoner (HP Indigo) führend, Inkjetsysteme holen aber stark auf und haben noch viel Potential. Wir halten es für wichtig, die Vorteile des Digitaldrucks wie Personalisierbarkeit und Individualisierbarkeit in die Markenstrategie mit einzuplanen, weil hiermit ganz neue Möglichkeiten der Kundenansprache und Bindung möglich werden.

Wir arbeiten zurzeit mit an der Entwicklung an einer Digitaldruckmaschine, die speziell für flexible Verpackungssubstrate aller Art und mittlere Auflagen mit einer Druckbreite von 750 mm konzipiert wird. 
HP Indigo Digitaldruck von Rolle zu Rolle

Es können alle Substrate mit einerOberflächen-spannungen von mehr als 38 dyn bedruckt werden, nachdem sie mit einem Primer beschichtet wurden. Den Primer stellen wir selbst her, da wir teilweise Eigen-schaften benötigen, die marktübliche Primer nicht haben. Hiermit primern wir alle Materialien selbst.

Das semirotative Druckverfahren hat den Vorteil, dass alle Rapporte mit dem gleichen Zylinderumfang gedruckt werden können. Es hat aber auch den Nachteil, dass die Leistung sehr stark vom Rapport abhängig ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Leistung ebenfalls sehr stark von der Anzahl der gedruckten Farben abhängt. So ist zum Beispiel ein siebenfarbiger Druck mit 230 mm Rapport viermal so teuer wie ein vierfarbiger Druck mit 225 mm Rapport.

Aus hygienischen und Kostengründen haben wir die Möglichkeit der Lackierung oder Kaschierung in die Druckmaschine integriert und können in einem Fertigungsschritt Automatenfolie herstellen. Dies spart Zeit und Material, da wir keine Zuschüsse für Kaschierung und Umrollen/Schneiden drucken müssen. 
























UV Inkjet Druck
Mit 250 cm Druckbreite und 50 mm maximaler Substratstärke gibt es hier selten Formatprobleme. Auch können alle Substrate ohne Primer bedruckt werden.

Lebensmittelverpackungen sind wegen Migrations-problemen  von Fotoinitiatoren und Geruchsproblemen zur zeit nur möglich, wenn es sich um nicht zum Verzehr geeignete Musterverpackungen handelt.